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Der Herbst ist da

Es lässt sich nicht leugnen. Der Herbst ist da. Die Blätter fallen und die Tage werden kürzer. Für Kinder ist es eine schöne Zeit, wenn alles so schön bunt wird und der Wind kräftig pustet. Im Kindergarten singen sie in dieser Zeit: „Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da, er bringt uns Wind, hei hussassa!“ Wir haben das früher in unserer Krabbelgruppe gesungen und dann wurden Papierblätter aufgewirbelt und die Kinder durften sie einfangen.

In meiner Kindheit mochte ich den Herbst besonders. Nicht nur weil mein Geburtstag in diese Zeit fiel, sondern auch weil es viel zu ernten gab, und man draußen im Garten Kastanien sammeln konnte. Schön war es auch Drachen steigen zu lassen und den Wind zu spüren. In der morgendlichen Kälte war es endlich soweit, dass ich meine Winterschuhe anziehen durfte und mit ihnen tüchtig durch das Laub gestampft bin. „Hei“ wie das so lustig raschelte und wieviel Spaß es gemacht hat. Das Beste, ich konnte jetzt endlich morgens im Halbdunkeln zur Schule gehen. Das war irgendwie geheimnisvoll und ein bisschen unheimlich, aber auch spannend.

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Dein Wort ganz nahe

In diesen Zeiten suchen wir verstärkt nach Orientierung. Vielleicht geht es ihnen auch so wie mir. Die Zahlen der mit dem Corona-Virus infizierten Menschen, die täglich veröffentlicht werden, geben immer wieder Anlass zur Sorge. Mal sinken sie und mal steigen sie. Im Moment steigen sie. Und dann stellt sich die Frage, was wir tun können, damit wir von einer Infektion verschont bleiben. Wir halten schon Abstand und tragen Masken, auch wenn es uns schwer fällt, und die Einschränkungen uns zu schaffen machen.

In Frankfurt soll man jetzt auch draußen beim Einkaufen auf der Zeil Masken tragen, Feiern im privaten Kreis sollen nur noch mit 10 Teilnehmerinnen erlaubt werden, in einer Gastwirtschaft allerdings noch mit 25 Personen. Man mag nun darüber streiten, was gerade angemessen ist, was einerseits unseren gewohnten Lebensstil nicht so sehr einschränkt, aber auch andererseits dazu hilft die Infektionsgefahren zu vermeiden. Woran sollen wir uns orientieren, frage ich mich wie so viele andere Menschen auch? Am Robert Koch Institut? Das ist im Moment, glaube ich die erste Adresse, wenn es darum geht, uns allen Handlungsmaßstäben an die Hand zu geben, die uns hoffentlich sicher durch diese Krise zu führen. Unsere Politikerinnen und Politiker entscheiden auf dieser Grundlage, und beraten sich immer wieder von neuem. Doch leider gelangen sie nicht mehr zu einer einheitlichen Lösung für ganz Deutschland. Inzwischen gehen die Bundesländer eigene Wege, und tragen damit zur allgemeinen Verunsicherung bei, auch wenn sie das nicht beabsichtigen.

Wir sind auf der Suche nach Orientierung, was wir bekommen sind allerdings eigentlich nur Orientierungshilfen, auch wenn sie als Regeln und Gesetze offiziell und mit Bußgeldern belegt daherkommen. Entscheiden, wie wir uns verhalten wollen, müssen wir letztlich selbst. Jede und Jeder einzelne von uns. Und genauso verhalten sich die Menschen ja auch. Die einen lassen es locker angehen, was kann mir schon passieren und wir leben nur einmal, und die anderen, achten streng darauf Masken zu tragen, und monieren, wenn andere das nicht verlässlich tun. Die einen umarmen sich und feiern miteinander, und die anderen achten peinlich genau auf einen Sicherheitsabstand von 1,5 Metern.

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Leben mit und in Krisen

Krisen kommt immer ungelegen. Man kann sie verdrängen, vermeiden kann man sie nicht. Sie gehören zu unserem Leben – mit all den negativen Gefühlen, die sie begleiten. Krisen fordern uns heraus, sie zeigen an, dass wir etwas ändern müssen, wenn wir unser Leben erhalten wollen. Das Wort „Krise“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Entscheidung“. Es gilt also zu entscheiden, wie es weitergehen soll und auf welchen Wegen wir sicher durch die Krisen kommen wollen. Wir müssen uns darüber klar werden, was uns wirklich wichtig ist und worauf wir nicht verzichten wollen und können.

Diese Fragen sind nicht so leicht zu beantworten. Jede und Jeder von uns wird darauf eine individuelle Antwort finden müssen. Auch in unserer Gesellschaft wird es darüber verschiedene Meinungen und Ansichten geben. Es geht um viel, um Arbeitsplätze, Wohlstand und um unseren je eigenen Lebensstil.

Was in ein paar Jahren sein wird, wissen wir jetzt noch nicht. Sicher ist aber, dass jede Krisen Spuren hinterlässt, die uns mehr oder weniger lang zu schaffen machen werden. Auch wenn sie überwunden werden können, ist nachher manches anders als vorher und das muss auch nicht falsch sein. Vielleicht müssen wir uns von manchen Dingen verabschieden, während sich neue Wege finden lassen. So ist es schon immer gewesen und wird es auch jetzt sein. Das Leben erfindet sich ständig neu.

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Im Paradiesgarten

Die Schöpfungsgeschichten der Bibel erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Auch wenn sie strengen wissenschaftlichen Kategorien nicht genügen, so lassen sie doch genügend Raum für Fantasie und Sehnsucht. So ist es auch mit unserem heutigen Predigttext. Er schildert, wie Gott den Menschen gemacht hat, und wie er ihn anschließend in den Garten Eden hinein setzt. Wenn wir von heute aus darauf zurückschauen, erscheint uns dieser Garten als Paradies und wir beginnen zu ahnen, wie es damals gewesen ist, wie schön es gewesen sein mag. So schön, dass wir noch heute davon träumen und seither vom Paradies sprechen.

Und für die meisten Gartenfreunde ist auch der eigene Garten ein kleines Paradies. Ein Ort, an dem man sich wohlfühlt. Ein Ort, der Leib und Seele nährt und beschwingt. Es ist ein schönes Erinnerungsbild, das uns die Bibel mitgibt, dass wir aus einem Garten stammen, einem schönen und lebendigen Ort, in dem das Leben blüht und gedeiht. Jeder und jede, die einen Garten ihr Eigen nennt, kann das glaube ich nachvollziehen, wie beglückend das ist, einen Lebensraum, so hautnah zu erleben, darin verwurzelt zu sein, darin zu wirken, die Früchte des Gartens zu genießen und sich daran zu erfreuen. Wäre es nicht schön, wenn die ganze Welt so ein Garten wäre? Ein Ort, der Fülle und des Gedeihens? –

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Da hast du recht!

Liebe Gemeinde, wer möchte das nicht, klug sein, schön sein, reich sein? Wenn man es recht bedenkt, dreht sich ein Großteil unseres Lebens genau darum. Wir schätzen aneinander nicht nur die vermeintliche Schönheit eines anderen, sondern auch seine Klugheit. Wir bewundern die Intelligenz eines Menschen und anerkennen, „was der alles weiß, alle Achtung.“ Vor allem in der Schule ist Klugheit eine wichtige Voraussetzung dafür gute Noten zu bekommen und es dann auch später im Beruf weit zu bringen. Es gibt Bildungspläne, die unser Wissen vertiefen und vermehren sollen. Es gibt viele Tests, die uns zeigen sollen, wo wir gerade stehen und wie weit wir es mit unserer Klugheit inzwischen gebracht haben. Nicht zuletzt ist es ein gutes Gefühl von anderen für klug gehalten zu werden. Es macht uns stolz und zufrieden.

Allerdings ist das mit der Klugheit so eine Sache. Manche halten sich für klüger als sie sind, und andere wiederum machen sich dümmer als sie sind. Es gibt Klugheit, die macht die Menschen eitel und hochnäsig anderen gegenüber, und es gibt Klugheit, die macht demütig, nach dem Motto: Ich weiß, dass ich nichts weiß. Die Frage ist auch immer wie man Klugheit messen soll. Die Schulnoten reichen jedenfalls dafür nicht aus, sie sind bestenfalls Momentaufnahmen, die einen eng begrenzten Wissensstand mitteilen.

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Wir haben die ganze Nacht gearbeitet

„Und als er aufgehört hatte zu reden, sprach er zu Simon: Fahre hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus! Und Simon antwortete und sprach: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort hin will ich die Netze auswerfen.“

Lukas 5,4

Lohnt sich die Arbeit

Der Evangelist Lukas kommt auf eine Erfahrung zu sprechen, die wir glaube ich alle schon einmal gemacht haben. Es ist der Zweifel, der sich im Laufe des Lebens immer wieder einstellt, ob das, was wir tun sich lohnt. Lohnt sich das Lernen in der Schule, zahlt sich meine Arbeit aus, führen die Wege, auf denen ich jeden Tag unterwegs bin zu einem verheißungsvollen Ziel, oder ist vieles umsonst, vergebene Liebesmüh?

Etwas vorweisen können

Ich weiß nicht, wie es ihnen damit geht. Ich denke nicht jeden Tag darüber nach, ob die Arbeit, die ich tue, sich am Ende auszahlt und ob es ein Ergebnis gibt, das sich vorweisen lässt und uns alle zufriedenstellt. Oft beneide ich, Menschen, die etwas mit ihren Händen erarbeiten und zum Beispiel Häuser bauen oder Gärten gestalten, da sieht man dann wirklich etwas nach getaner Arbeit, da stehen dann vielleicht Häuserwände, und man sieht wie ein Stein auf einen anderen gebaut ist, und in meinem Garten sehe ich, wie hoch der Apfelbaum in diesem Jahr gewachsen ist. Es sind Zeichen dafür, dass die Arbeit also nicht umsonst war. Ich habe dann vor Augen, was ich geleistet habe, vielleicht auch mit anderen zusammen, und kann wohl auch ein wenig stolz auf mich sein. Ich glaube, wir brauchen dieses Gefühl. Nicht um sich selbst zu beweihräuchern, wie toll und unvergleichlich das ist, was wir da getan haben, sondern weil wir etwas gegeben haben, in der Hoffnung dafür auch etwas zurückzubekommen, nach all der körperlichen und geistigen Anstrengung. Es ist die Befriedigung darüber etwas geschafft zu haben, die uns über den Augenblick hinaus mit uns und der Welt versöhnt.

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Steh auf und iss!

Steh auf und iss!

Monatsspruch Juli 2020: Der Engel des HERRN rührte Elia an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir.

1. Könige 19,7

Worte eines Engels

„Steh auf und iss!“ Die Worte des Engels klingen wie ein Befehl und sind doch als Ermunterung gedacht. Mich erinnern sie an Erlebnisse aus der Kindheit, als ich morgens von meiner Mutter geweckt wurde. „Steh endlich auf“, sagte sie dann eindringlich oder auch „Zeit zum Aufstehen, das Frühstück ist fertig.“ Vielleicht haben Sie auch solche Erinnerungen. Der Aufforderung „aufzustehen“ hatten wir dann nachzukommen und das nicht unbedingt freiwillig, denn wir waren ja noch so müde und der Tag hätte auf uns sicher noch eine Stunde länger warten können. So unangenehm es damals gewesen sein mag, so tröstlich wirkt es doch heute auf mich, dass jemand da war, der mich geweckt hat und sich gekümmert hat. Als Erwachsene müssen wir uns selbst wecken, das Frühstück zubereiten und dann noch die Kinder daran erinnern, rechtzeitig aufzustehen.

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Alle guten Dinge sind drei

Was heißt Trinitatis?

Der Sonntag nach Pfingsten heißt Trinitatis. Ich nehme an, dass Sie dieses Wort schon einmal gehört haben. Es begegnet uns im Kirchenjahr ziemlich oft. Den ganzen Sommer über und bis in den Spätherbst hinein, zählen wir die Sonntage nach Trinitatis. Vom ersten Sonntag nach Trinitatis bis zum letzten Sonntag nach Trinitatis, Es sind über 20 Sonntage, die mit dem lateinischen Namen Trinitatis bezeichnet werden. Das ist doch paradox, obwohl so viele Sonntage diesen Namen tragen, wissen doch viele jedenfalls mit dem Namen gar nichts anzufangen. Wenn man sich umhört, antworten manche, dass es irgendetwas mit der zahl drei zu tun haben müsse, andere erinnern sich an den englischen Frauenname Trinity. Es gibt auch katholische Kirchengemeinden, die sich z. B. Propsteigemeinde St. Trinitatis nennen. Das Wort kommt also häufig vor, auch wenn die wenigsten wissen, was es bedeutet. Die Bedeutung des Wortes Trinitatis lässt sich leicht erklären. Es bedeutet so viel wie Dreieinigkeit oder auch Dreifaltigkeit und weist in unserer Kirche auf die Gemeinschaft von Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist hin. Offensichtlich hatten die Menschen vergangener Jahrhunderte das Gefühl man müsse diese Gemeinschaft stärker herausstellen und deshalb auch mit einem eigenen Festtag begehen, so wie die Geburt Jesu an Weihnachten oder die Auferstehung Jesu an Ostern.

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Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes

Wir hören aus der Apostelgeschichte wie es überall braust, weht und atmet, wie die heilige Geisteskraft Menschen anrührt und beschwingt. Doch mit dem Geist ist es so eine Sache. Er ist für uns unsichtbar und wir können ihn nicht greifen. Auch den Wind sehen wir nicht, erst wenn er ums Haus herum heult, können wir ihn hören und wenn er die Bäume bewegt und die Blätter rascheln, können wir ihn sehen. So ähnlich ist es auch mit dem Heiligen Geist. Er hat keine äußerliche Gestalt, die sich festmachen ließe, und er ist auch kein Gespenst, das nur schattenhaft in der Nacht zuhause ist, viel mehr als das ist er wie ein verbindendes und einendes Moment, das Menschen zusammenführt und bewegt, anregt etwas zu beginnen und zu neuen Dingen ermutigt. Er hilft dabei Mut zu schöpfen und Ängste zu überwinden, aufzuatmen und Räume zu öffnen. Insofern ist die Geisteskraft auch so etwas wie eine Türöffnerin, die Licht und Luft ins Haus lässt und den Weg nach draußen frei gibt.

Aufatmen – leicht gesagt

Ich weiß, im Moment ist das mit dem Aufatmen leicht gesagt, und deshalb möchte ich auch nicht das Brausen und Sausen des Heiligen Geistes über die Gebühr beschwören, wo uns doch das Atmen, mit den Schutzmasken vielleicht schwer fällt oder mindestens unangenehm ist. Doch frischer Wind, wie er an Pfingsten einst verhießen wurde, würde auch uns heute guttun. Luft zum Atmen, die uns gesund macht und erquickt, ist daher gewiss zu Pfingsten eine Bitte, die naheliegt und unsere Sorgen und Wünsche einschließt. Auch der Wunsch sich nicht mehr mit Masken schützen zu müssen und wieder unbefangen nach draußen gehen zu können, knüpft an den Erfahrungen von einst an, an das Brausen das, das ganze Hause erfüllte und die Menschen wieder hervor lockte, wo sie sich vorher ängstlich verbargen.

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Rufe mich an in der Not

Sechster Sonntag nach Ostern – Exaudi

Der Herr ist mein Licht und mein Heil;
vor wem sollte ich mich fürchten?
Der Herr ist meines Lebens Kraft;
vor wem sollte mir grauen?
Herr, höre meine Stimme, wenn ich rufe;
sei mir gnädig und antworte mir!
Mein Herz hält dir vor dein Wort:
Ihr sollt mein Antlitz suchen.
Darum suche ich auch, Herr, dein Antlitz.
Verbirg dein Antlitz nicht vor mir,
verstoße nicht im Zorn deinen Knecht!
Denn du bist meine Hilfe, verlass mich nicht
und tu die Hand nicht von mir ab,
du Gott meines Heils!
Denn mein Vater und meine Mutter verlassen mich,
aber der Herr nimmt mich auf.
Herr, weise mir deinen Weg
und leite mich auf ebener Bahn
um meiner Feinde willen.
Gib mich nicht preis dem Willen meiner Feinde!
Denn es stehen falsche Zeugen wider mich auf
und tun mir Unrecht.
Ich glaube aber doch, dass ich sehen werde
die Güte des Herrn im Lande der lebendigen.
Harre des Herrn!
Sei getrost und unverzagt und harre des Herrn!

Psalm 27

Herr, höre meine Stimme

Am Sonntag „Exaudi“ kommen wir auf das Hören und zuhören zu sprechen. Der Sonntag hat seinen Namen von Psalm 27 Vers 7 erhalten, in dem es heißt: „Herr, höre meine Stimme, wenn ich rufe. Sei mir gnädig und antworte mir.“ Das Gebet ist nachvollziehbar. Wenn Menschen sich an Gott wenden, dann hoffen sie erhört zu werden. Wo wir unsere kleinen und großen Anliegen, Sorgen und Wünsche vor Gott bringen, möchten wir, dass Gott uns Gehör schenkt. Auf unsere Fragen möchten wir eine Antwort, denn wenn sich das Gefühl einstellt, dass uns jemand hört, tröstet es uns und tut uns gut. Nichts ist glaube ich so schlimm, wie das Gefühl nicht wahrgenommen bzw. nicht gehört zu werden. Es macht uns ohnmächtig und raubt uns ein Stück unserer Würde und macht uns einsam.

Nicht immer werden wir erhört

Wahrscheinlich kennt jeder solche Erfahrungen, wo wir nicht gehört werden, und uns lautstark bemerkbar machen müssen, etwa bei der Notaufaufnahme im Krankenhaus, wenn wir einen Arzttermin ausmachen wollen und dann vertröstet werden, wenn wir einen Menschen von unseren lauteren Absichten überzeugen müssen, wenn wir umeinander werben und nach Hilfe rufen. Hört mich jemand?, ist dann die Frage, und damit verbunden, die weitergehende Frage, kannst du mich verstehen, weißt du, was ich meine, kannst du dir vorstellen, wie ich mich fühle, hörst du mich, den Klang meiner Worte und das was ich damit sagen will, meinen Schmerz, mein Glück, mein Anliegen.

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