Monat: Juni 2020

Steh auf und iss!

Steh auf und iss!

Monatsspruch Juli 2020: Der Engel des HERRN rührte Elia an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir.

1. Könige 19,7

Worte eines Engels

„Steh auf und iss!“ Die Worte des Engels klingen wie ein Befehl und sind doch als Ermunterung gedacht. Mich erinnern sie an Erlebnisse aus der Kindheit, als ich morgens von meiner Mutter geweckt wurde. „Steh endlich auf“, sagte sie dann eindringlich oder auch „Zeit zum Aufstehen, das Frühstück ist fertig.“ Vielleicht haben Sie auch solche Erinnerungen. Der Aufforderung „aufzustehen“ hatten wir dann nachzukommen und das nicht unbedingt freiwillig, denn wir waren ja noch so müde und der Tag hätte auf uns sicher noch eine Stunde länger warten können. So unangenehm es damals gewesen sein mag, so tröstlich wirkt es doch heute auf mich, dass jemand da war, der mich geweckt hat und sich gekümmert hat. Als Erwachsene müssen wir uns selbst wecken, das Frühstück zubereiten und dann noch die Kinder daran erinnern, rechtzeitig aufzustehen.

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Alle guten Dinge sind drei

Was heißt Trinitatis?

Der Sonntag nach Pfingsten heißt Trinitatis. Ich nehme an, dass Sie dieses Wort schon einmal gehört haben. Es begegnet uns im Kirchenjahr ziemlich oft. Den ganzen Sommer über und bis in den Spätherbst hinein, zählen wir die Sonntage nach Trinitatis. Vom ersten Sonntag nach Trinitatis bis zum letzten Sonntag nach Trinitatis, Es sind über 20 Sonntage, die mit dem lateinischen Namen Trinitatis bezeichnet werden. Das ist doch paradox, obwohl so viele Sonntage diesen Namen tragen, wissen doch viele jedenfalls mit dem Namen gar nichts anzufangen. Wenn man sich umhört, antworten manche, dass es irgendetwas mit der zahl drei zu tun haben müsse, andere erinnern sich an den englischen Frauenname Trinity. Es gibt auch katholische Kirchengemeinden, die sich z. B. Propsteigemeinde St. Trinitatis nennen. Das Wort kommt also häufig vor, auch wenn die wenigsten wissen, was es bedeutet. Die Bedeutung des Wortes Trinitatis lässt sich leicht erklären. Es bedeutet so viel wie Dreieinigkeit oder auch Dreifaltigkeit und weist in unserer Kirche auf die Gemeinschaft von Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist hin. Offensichtlich hatten die Menschen vergangener Jahrhunderte das Gefühl man müsse diese Gemeinschaft stärker herausstellen und deshalb auch mit einem eigenen Festtag begehen, so wie die Geburt Jesu an Weihnachten oder die Auferstehung Jesu an Ostern.

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