Schlagwort: Entscheidung

Leben mit und in Krisen

Krisen kommt immer ungelegen. Man kann sie verdrängen, vermeiden kann man sie nicht. Sie gehören zu unserem Leben – mit all den negativen Gefühlen, die sie begleiten. Krisen fordern uns heraus, sie zeigen an, dass wir etwas ändern müssen, wenn wir unser Leben erhalten wollen. Das Wort „Krise“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Entscheidung“. Es gilt also zu entscheiden, wie es weitergehen soll und auf welchen Wegen wir sicher durch die Krisen kommen wollen. Wir müssen uns darüber klar werden, was uns wirklich wichtig ist und worauf wir nicht verzichten wollen und können.

Diese Fragen sind nicht so leicht zu beantworten. Jede und Jeder von uns wird darauf eine individuelle Antwort finden müssen. Auch in unserer Gesellschaft wird es darüber verschiedene Meinungen und Ansichten geben. Es geht um viel, um Arbeitsplätze, Wohlstand und um unseren je eigenen Lebensstil.

Was in ein paar Jahren sein wird, wissen wir jetzt noch nicht. Sicher ist aber, dass jede Krisen Spuren hinterlässt, die uns mehr oder weniger lang zu schaffen machen werden. Auch wenn sie überwunden werden können, ist nachher manches anders als vorher und das muss auch nicht falsch sein. Vielleicht müssen wir uns von manchen Dingen verabschieden, während sich neue Wege finden lassen. So ist es schon immer gewesen und wird es auch jetzt sein. Das Leben erfindet sich ständig neu.

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Es spitzt sich zu

Palmsonntag – Die Krise spitzt sich zu

Gott, hilf mir!
Denn das Wasser geht mir bis an die Kehle.
Ich versinke in tiefem Schlamm, wo kein Grund ist;
ich bin in tiefe Wasser geraten,
und die Flut will mich ersäufen.
Ich habe mich müde geschrien,
mein Hals ist heiser.
Meine Augen sind trübe geworden,
weil ich so lange harren muss auf meinen Gott.
Ich bin elend und voller Schmerzen.
Gott, deine Hilfe schütze mich!
Gott, nach deiner großen Güte
erhöre mich mit deiner treuen Hilfe.

Psalm 69

Eröffnet wird die Karwoche mit dem Palmsonntag. Der Palmsonntag schildert den Einzug Jesu nach Jerusalem. Die Menschen jubelten Jesus zu und streuten ihm grüne Zweige auf den Weg in die Stadt. Wenige Tage später wurde er gekreuzigt.

Mit dem Einzug Jesu nach Jerusalem spitzt sich die Situation zu. Viele Erwartungen ruhten auf ihm, die Hoffnung auf Befreiung lebte auf, der Glaube, dass jetzt alles besser werden würde. Andere hegten Befürchtungen: Was wenn es zu einem Aufstand kommt? Was wenn die Situation unkontrollierbar wird. Wenn Ordnung nur noch mit Gewalt hergestellt werden kann? Was ist, wenn der Handel zum Erliegen kommt und keine Geschäfte mehr gemacht werden können? Wenn die Preise steigen und die Nahrungsmittel knapp werden? Wenn die öffentliche Ordnung und die religiösen Gepflogenheiten nichts mehr gelten?

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