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Weihnachtsgottesdienste absagen ? !

An Weihnachten gehen viele Menschen gerne in die Kirche. Besonders die Krippenspiele der Kinder sind sehr beliebt, am späten Abend besuchen auch viele die Christmette mit ihrer stimmungsvollen Atmosphäre.

Leider sind inzwischen viele dieser Gottesdienste von unseren Kirchen abgesagt worden. Sie drohten die Infektionszahlen weiter zu erhöhen. Deswegen haben sich viele Kirchengemeinden entschieden ihre Gottesdienste nicht zu veranstalten.

Auch wir haben uns in diesem Jahr dazu entschieden. Ursprünglich hatten wir Krippenspiele vorgesehen, die im Pfarrhof bzw. in einer Hofreite in Gemünden veranstaltet werden sollten. Doch das Gesundheitsamt des Kreises hat die szenische Interaktion eines Krippenspiels verboten. Gleichzeitig erhöhten sich die Infektionszahlen immer mehr, so dass wir uns entschlossen haben, die Gottesdienste über die Weihnachtszeit hinaus bis in den Januar hinein, auszusetzen.

Unsere Regierungen haben sich trotz des harten Lockdowns dazu entschieden, die Kirchen nicht zu schließen. Auch unsere Kirchen haben kein generelles Verbot ausgesprochen und es den Kirchenvorständen überlassen vor Ort zu entscheiden.

Mit Abstandsregeln und Hygienekonzepten soll zumindest einigen wenigen Menschen an Weihnachten der Kirchenbesuch ermöglicht werden. Doch darüber wurde in und auch außerhalb der Kirchen eifrig diskutiert.

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Distanzregeln für den Gottesdienst

Herrenboutiquen oder Gottesdienste

„In dem Moment, in dem Herrenboutiquen wieder geöffnet werden, ist es schwer darstellbar, dass keine gottesdienstlichen Veranstaltungen stattfinden dürfen,“ sagte der Kirchenrechtler Michael Heinig.

Taufen oder Grillfeste

Das Verbot öffentlicher Gottesdienste berühre den Kern der Religionsfreiheit, sie sei aber ein besonderes Grundrecht ohne Gesetzesvorbehalt. Deshalb unterscheide sich aus juristischer Sicht eine religiöse Zeremonie wie eine Taufe von einem Grillfest.

Wiederaufnahme von Gottesdiensten

Verschiedene Religionsgemeinschaften setzen sich für eine Fortsetzung von Gottesdiensten ein. Doch bis Anfang Mai wird das Grundrecht auf freie Religionsausübung weiter beschränkt bleiben. Danach könnten Gottesdienste unter Einhaltung strenger Hygienevorschriften wieder besucht werden.

Kreative Ideen und angeleitete Gebete

In der Zwischenzeit bis dahin versuchten die Gemeinden mit kreativen Ideen, den Verlust der Gottesdienste auszugleichen. Es gibt angeleitete Gebete per Videostream, Gottesdienste mit Fotos von Gemeindegliedern auf leeren Kirchenbänken, Do-it-yourself-Anleitungen, Autogottesdienste und Seelsorge per Telefon oder Chat. Was allerdings fehlt ist die gemeinsam praktizierte Religiosität.

Distanzregeln und Mundschutz

Distanzregeln, Mundschutz, kein gemeinsames Abendmahl oder singen, werden wohl auch in Zukunft verpflichtend sein. In den kommenden Wochen sollen Konzepte erarbeitet werden wie Hygiene und Abstandsregeln in unseren Gottesdiensten gewährleistet werden können.