Schlagwort: Hilfe

Alles Gute zum Geburtstag – vor allem Gesundheit

Großer Gott,
es ist schön, dass du mehr weißt als ich,
was war und was kommen wird.
Du hast den Überblick,
der mir oft fehlt.
Du richtest mich auf
und stellst meine Füße auf weites Land.
Dann öffnet sich der Himmel über mir,
und ich kann weit sehen.
Ich glaube, dass du weißt,
was du tust, und ich mich darauf verlassen kann,
dass du immer einen Weg findest,
den ich gehen kann.
Ja, das glaube ich,
darauf hoffe ich.

Amen.

In diesem Jahr sehen wir uns wahrscheinlich nicht zum Geburtstag. Deshalb müssen wir improvisieren. Ein Anruf muss genügen oder ein Kärtchen mit einem herzlichen Gruß. Auch wenn wir nicht miteinander feiern und uns die Hand reichen können, ist es doch gut zu wissen, dass eine oder einer an mich gedacht hat, an meinem Ehrentag. Ich bin nicht verlassen und vergessen, auch wenn heute niemand an meiner Tür anklopft.

An Geburtstagen schwelgen wir in Erinnerungen und schauen zurück wie es war, als Kind, auf die kleinen und großen Geschenke, die wir bekommen haben oder vielleicht auch schmerzlich vermisst haben. Wir gehen in Gedanken die Schritte durch, die es gebraucht hat erwachsen zu werden, Verantwortung zu übernehmen, eine Familie zu gründen und Geld zu verdienen. Das war nicht immer leicht. Neben dem Glück kamen auch Sorgen und mit der Freude auch so manches Leid. Wenn wir am Geburtstag zurückblicken sehen wir das Schöne, für das wir bis heute dankbar sind, aber auch das Schwere, auf dass wir gerne verzichtet hätten, dass uns aber ebenso geprägt hat wie alles andere. Vielleicht erkennen wir heute besser, woran wir gewachsen sind und was uns stark gemacht hat. Was uns dabei geholfen hat eine Krise zu überstehen und den Mut nicht zu verlieren. Vielleicht sehen wir klarer, und können genauer Auskunft geben über unser Leben und uns selbst, unsere Hoffnungen und Erfahrungen.

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Ein anderes Jahr

Hätten Sie zu Beginn des Jahres gedacht, was im Jahr 2020 auf uns zukommt? Alles begann zunächst ganz normal und harmlos. Das Corona-Virus war noch eine kleine „Erkältung“. Wir waren voller Hoffnung und hatten uns einiges für dieses Jahr vorgenommen. Doch es kam alles anders. Das Corona-Virus verbreitete sich binnen weniger Wochen über die ganze Welt und forderte weit über eine Million Menschenleben. Die Wirtschaft kam zeitweise nahezu vollständig zum Erliegen, soziale Kontakte mussten auf ein Minimum beschränkt werden und auch unser kulturelles und kirchliches Leben blieb von den Pandemie-Folgen nicht verschont.

Unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel wandte sich direkt an alle Bürgerinnen und Bürger und mahnte schon im März eindringlich: „Unsere Vorstellung von Normalität, von öffentlichem Leben, von sozialem Miteinander – all das wird auf die Probe gestellt wie nie zuvor. Millionen können nicht zur Arbeit, die Kinder nicht in die Schule oder in die Kita, Theater, Kinos und Geschäfte sind geschlossen, und was vielleicht das Schwerste ist, uns allen fehlen die Begegnungen, die sonst selbstverständlich sind. Natürlich ist jeder von uns in solcher einer Situation voller Fragen und voller Sorgen, wie es weitergeht.“

Angela Merkel, 18. März 2020

Wenn wir heute zurückblicken, dann hat sich leider noch gar nicht so viel geändert. Wir blicken immer noch mit Sorgen nach vorne, und fragen uns, wie es weitergehen wird. Ob die Krise eingedämmt werden kann, oder der erneute Lockdown etwas bringt, ob die erforschten Impfstoffe endlich eine Wendung bringen, und unser Leben wieder in einigermaßen verlässlichen und normalen Bahnen verlaufen kann. Wir schauen mit Hoffnung nach vorne in ein neues Jahr. Wer es bis hierher geschafft hat, wen Gott bis hier her gebracht hat, den wird er auch weiterhin führen und leiten.

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Leben mit und in Krisen

Krisen kommt immer ungelegen. Man kann sie verdrängen, vermeiden kann man sie nicht. Sie gehören zu unserem Leben – mit all den negativen Gefühlen, die sie begleiten. Krisen fordern uns heraus, sie zeigen an, dass wir etwas ändern müssen, wenn wir unser Leben erhalten wollen. Das Wort „Krise“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Entscheidung“. Es gilt also zu entscheiden, wie es weitergehen soll und auf welchen Wegen wir sicher durch die Krisen kommen wollen. Wir müssen uns darüber klar werden, was uns wirklich wichtig ist und worauf wir nicht verzichten wollen und können.

Diese Fragen sind nicht so leicht zu beantworten. Jede und Jeder von uns wird darauf eine individuelle Antwort finden müssen. Auch in unserer Gesellschaft wird es darüber verschiedene Meinungen und Ansichten geben. Es geht um viel, um Arbeitsplätze, Wohlstand und um unseren je eigenen Lebensstil.

Was in ein paar Jahren sein wird, wissen wir jetzt noch nicht. Sicher ist aber, dass jede Krisen Spuren hinterlässt, die uns mehr oder weniger lang zu schaffen machen werden. Auch wenn sie überwunden werden können, ist nachher manches anders als vorher und das muss auch nicht falsch sein. Vielleicht müssen wir uns von manchen Dingen verabschieden, während sich neue Wege finden lassen. So ist es schon immer gewesen und wird es auch jetzt sein. Das Leben erfindet sich ständig neu.

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Steh auf und iss!

Steh auf und iss!

Monatsspruch Juli 2020: Der Engel des HERRN rührte Elia an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir.

1. Könige 19,7

Worte eines Engels

„Steh auf und iss!“ Die Worte des Engels klingen wie ein Befehl und sind doch als Ermunterung gedacht. Mich erinnern sie an Erlebnisse aus der Kindheit, als ich morgens von meiner Mutter geweckt wurde. „Steh endlich auf“, sagte sie dann eindringlich oder auch „Zeit zum Aufstehen, das Frühstück ist fertig.“ Vielleicht haben Sie auch solche Erinnerungen. Der Aufforderung „aufzustehen“ hatten wir dann nachzukommen und das nicht unbedingt freiwillig, denn wir waren ja noch so müde und der Tag hätte auf uns sicher noch eine Stunde länger warten können. So unangenehm es damals gewesen sein mag, so tröstlich wirkt es doch heute auf mich, dass jemand da war, der mich geweckt hat und sich gekümmert hat. Als Erwachsene müssen wir uns selbst wecken, das Frühstück zubereiten und dann noch die Kinder daran erinnern, rechtzeitig aufzustehen.

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