Schlagwort: Leben

Leben und leben lassen

Ein neues Jahr hat begonnen. Es fängt an wie das alte aufgehört hat, im Krisenmodus. Unsere Politikerinnen haben den Weihnachtslockdown noch einmal verschärft und sogar bis Ende Januar verlängert. Wir hätten es uns anders gewünscht und wären lieber optimistischer und freudiger ins neue Jahr gestartet. Aber wahrscheinlich geht es nicht anders und irgendwie war das auch vorauszusehen. Es gibt zwar Kritik an den verhängten Maßnahmen, da im Moment zu wenige Impfstoffe zur Verfügung stehen, aber es gibt kaum ernsthafte Alternativen. Immerhin wird inzwischen geimpft, sogar hier bei uns in Weilrod. Die Menschen im Seniorenheim Carpe diem in Hasselbach gehörten zu den Ersten und damit auch zu den Glücklichen, die in unserer Nähe geimpft werden konnten. Für alle weiteren über 80-jährigen, sollen die Impfungen Mitte Januar beginnen. Das lässt uns hoffen, dass wir die Pandemie in diesem Jahr wenigstens eindämmen können, wenn nicht sogar besiegen.

Die Lage ist ernst und stellt uns vor immer neue Herausforderungen. Jetzt müssen wir die zweite Infektionswelle bewältigen. Erneut sind Einschränkungen nötig, die nicht nur belastend sind, sondern auch existenzgefährdend. Einige Berufsgruppen und Betriebe sind dadurch verstärkt in Bedrängnis geraten. Natürlich ist unsere Hoffnung auf die Impfungen groß, doch so bald werden nicht in unsere alte Normalität zurückkehren können.

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Ostern – die Auferstehung Jesu Christi

Der Herr ist meine Macht und mein Psalm
und ist mein Heil.
Man singt mit Freuden,
Gott behält den Sieg.
Ich werde nicht sterben, sondern leben
und des Herrn Werke verkündigen.
Dies ist der Tag, den der Herr macht;
lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.

Psalm 118

Am Ostersonntag freut sich die Christenheit über die Auferstehung Jesu Christi. Die Feier der Auferstehung beginnt schon in der Osternacht. Einem alten Brauch nach wird die Osterkerze zu Beginn der Osternachtfeier von Karsamstag auf Ostersonntag am geweihten Osterfeuer entzündet und in die vollkommen dunkle Kirche getragen. Symbolisch soll damit sichtbar werden, dass Jesu der Ursprung des Lebens ist und Licht in die Dunkelheit bringt.

„Mit dem Tod ist alles vorbei,“ glauben wir vielleicht. Das stimmt einerseits, denn mit dem Tod findet ein individuelles Leben sein Ende. Wir tragen unsere Verstorbenen zu Grabe und wir wissen, dass nie mehr so sein wird wie früher. Das ist schmerzlich. Als ob eine ganze Welt zerbrochen wäre. Und dann müssen wir noch einmal von vorne anfangen und uns neu organisieren. Wir müssen mit weniger zurechtkommen. Mit weniger Zuspruch, mit weniger Hilfe, mit weniger Gemeinschaft. Das ist nicht einfach. Das braucht seine Zeit. Die Welt, die wir zu kennen glaubten, ist nicht mehr so wie sie war. Das Leben, der Alltag fühlt sich jetzt anders an. So wie im Traum, manchmal wie hinter Glas, unwirklich und fremdartig. Sterben und Tod haben ihre Spuren hinterlassen und uns gefangen genommen. Der Schmerz um einen Menschen bindet uns, nicht die Dankbarkeit oder die Freude.

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