Schlagwort: Ostern

Osterfreude in der Krise

Das ist mir lieb,
dass der Herr meine Stimme und mein Flehen hört.
Denn er neigte sein Ohr zu mir;
darum will ich mein Leben lang ihn anrufen.
Stricke des Todes hatten mich umfangen,
des Todesreichs Schrecken hatten mich getroffen;
ich kam in Jammer und Not.
Doch ich sprach: „Ach Gott, errette mich!
Wenn ich schwach bin, so hilfst du mir.
Du wirst meine Seele vom Tode erretten,
mein Auge von den Tränen,
meinen Fuß vom Gleiten.
Ich werde leben und Gott dankbar sein.

Psalm 116

Freude in Zeiten der Krise?

Wir hatten uns auf Ostern gefreut und wahrscheinlich hat auch insgeheim die Hoffnung mitgespielt, dass die Ausgangsbeschränkungen bald gelockert werden könnten. Natürlich hat auch das schöne Wetter während der österlichen Tage dazu beigetragen, zuversichtlich nach vorne zu schauen. Und unsere Hoffnungen trügen nicht. In dieser Woche nach Ostern setzen sich unsere regierenden Politiker zusammen, um neue Maßnahmen zu besprechen, wie es für uns alle weitergehen könnte. Im Gespräch sind Öffnungen des Schulbetriebes und die Öffnungen kleinerer Geschäfte. Nachdem sich die Geschwindigkeit der Neuansteckungen mit dem Covid Virus verlangsamt hat, geht es jetzt darum das öffentliche Leben wieder in die Hand zu nehmen und vorsichtig zu gestalten. Wir fragen uns natürlich auch, wenn wir wieder Gottesdienste halten könnten und wann das Gemeindeleben wiederaufleben kann. Wir mussten unsere Konfirmationen in den Herbst hinein verschieben, die Goldene Konfirmation wird jetzt voraussichtlich im Oktober stattfinden. Hoffentlich können wir diese Termine am Ende auch einhalten.

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Ostern – die Auferstehung Jesu Christi

Der Herr ist meine Macht und mein Psalm
und ist mein Heil.
Man singt mit Freuden,
Gott behält den Sieg.
Ich werde nicht sterben, sondern leben
und des Herrn Werke verkündigen.
Dies ist der Tag, den der Herr macht;
lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.

Psalm 118

Am Ostersonntag freut sich die Christenheit über die Auferstehung Jesu Christi. Die Feier der Auferstehung beginnt schon in der Osternacht. Einem alten Brauch nach wird die Osterkerze zu Beginn der Osternachtfeier von Karsamstag auf Ostersonntag am geweihten Osterfeuer entzündet und in die vollkommen dunkle Kirche getragen. Symbolisch soll damit sichtbar werden, dass Jesu der Ursprung des Lebens ist und Licht in die Dunkelheit bringt.

„Mit dem Tod ist alles vorbei,“ glauben wir vielleicht. Das stimmt einerseits, denn mit dem Tod findet ein individuelles Leben sein Ende. Wir tragen unsere Verstorbenen zu Grabe und wir wissen, dass nie mehr so sein wird wie früher. Das ist schmerzlich. Als ob eine ganze Welt zerbrochen wäre. Und dann müssen wir noch einmal von vorne anfangen und uns neu organisieren. Wir müssen mit weniger zurechtkommen. Mit weniger Zuspruch, mit weniger Hilfe, mit weniger Gemeinschaft. Das ist nicht einfach. Das braucht seine Zeit. Die Welt, die wir zu kennen glaubten, ist nicht mehr so wie sie war. Das Leben, der Alltag fühlt sich jetzt anders an. So wie im Traum, manchmal wie hinter Glas, unwirklich und fremdartig. Sterben und Tod haben ihre Spuren hinterlassen und uns gefangen genommen. Der Schmerz um einen Menschen bindet uns, nicht die Dankbarkeit oder die Freude.

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