Schlagwort: Schöpfung

Im Paradiesgarten

Die Schöpfungsgeschichten der Bibel erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Auch wenn sie strengen wissenschaftlichen Kategorien nicht genügen, so lassen sie doch genügend Raum für Fantasie und Sehnsucht. So ist es auch mit unserem heutigen Predigttext. Er schildert, wie Gott den Menschen gemacht hat, und wie er ihn anschließend in den Garten Eden hinein setzt. Wenn wir von heute aus darauf zurückschauen, erscheint uns dieser Garten als Paradies und wir beginnen zu ahnen, wie es damals gewesen ist, wie schön es gewesen sein mag. So schön, dass wir noch heute davon träumen und seither vom Paradies sprechen.

Und für die meisten Gartenfreunde ist auch der eigene Garten ein kleines Paradies. Ein Ort, an dem man sich wohlfühlt. Ein Ort, der Leib und Seele nährt und beschwingt. Es ist ein schönes Erinnerungsbild, das uns die Bibel mitgibt, dass wir aus einem Garten stammen, einem schönen und lebendigen Ort, in dem das Leben blüht und gedeiht. Jeder und jede, die einen Garten ihr Eigen nennt, kann das glaube ich nachvollziehen, wie beglückend das ist, einen Lebensraum, so hautnah zu erleben, darin verwurzelt zu sein, darin zu wirken, die Früchte des Gartens zu genießen und sich daran zu erfreuen. Wäre es nicht schön, wenn die ganze Welt so ein Garten wäre? Ein Ort, der Fülle und des Gedeihens? –

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Jubilate Deo

Jauchzet dem Herren alle Welt.

Jauchzet Gott, alle Lande!
Lobsingt zur Ehre seines Namens;
rühmet ihn herrlich!
Sprecht zu Gott: Wie wunderbar sind deine Werke!
Deine Feinde müssen sich beugen
vor deiner großen Macht.
Alles Land bete dich an und lobsinge dir,
lobsinge deinem Namen.
Kommt her und sehet an die Werke Gottes,
der so wunderbar ist
in seinem Tun an den Menschenkindern.
Er verwandelte das Meer in trockenes Land,
sie gingen zu Fuß durch den Strom;
dort wollen wir uns seiner freuen.
Er herrscht mit seiner Gewalt ewiglich,
seine Augen schauen auf die Völker.
Die Abtrünnigen können sich nicht erheben.
Lobet, ihr Völker, unsern Gott,
lasst seinen Ruhm weit erschallen,
der unsere Seelen am Leben erhält
und lässt unsere Füße nicht gleiten.

Einstimmen in das Lob Gottes

Am dritten Sonntag nach Ostern werden wir eingestimmt in das Lob Gottes. Psalm 66 gibt heute den Ton an. „Jauchzet Gott, alle Lande,“ heißt es, und weiter „Lobsingt zur Ehre seines Namens; rühmet ihn herrlich.“

Das Lob dieses Sonntages gebührt Gott, und wenn wir genau darauf achten, seinen Werken und seiner Schöpfung. „Wie wunderbar sind deine Werke“ rühmt ein Psalmbeter. „Wie wunderbar sind deiner Hände Werk.“ Im Frühling ist es leicht in dieses Lob miteinzustimmen, wenn alles grünt und blüht und die Sonne scheint. Es ist ein Anblick, der unser Herz beschwingt und unsere Seele vielleicht ein wenig hüpfen lässt. Doch nicht allein die duftende und vielfarbige Natur lädt uns zum Jubilieren ein, es sind auch die vielen kleinen und großen Dinge, die uns aufatmen lassen und uns an Gottes Walten und Weben erinnern: Dass die Erde besteht und wir morgens aufstehen können, dass wir gesund sind oder wenn wir krank sind auch Hilfe finden können, dass alles seine Ordnung hat, auch wenn sie manchmal einengt. Wenn wir Gott loben, bringen wir zum Ausdruck, dass es schön ist zu leben, und wir zeigen uns dankbar, dass Gott es uns ermöglicht ebenso frei wie behütet, das Leben aus seiner Hand zu nehmen.

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