Über mich

Ich bin Peter Lehwalder, evangelischer Pfarrer in Rod an der Weil, Emmershausen und Gemünden im Hochtaunuskreis. Seit fast zwei Jahren bin ich in Rod an der Weil als Pfarrer und ich freue mich über unsere drei kleinen Gemeinden, mit ihren ganz verschiedenen Kirchen und Menschen. Ich finde es gut, wenn wir gemeinsam aufeinander zugehen und eine gemeinsame von allen getragene Gemeindearbeit entwickeln, die uns und allen anderen Freude bereitet.

Ich war über zwanzig Jahre Pfarrer in Friedrichsdorf – Burgholzhausen und hatte dort die Gelegenheit Menschen über viele Jahre mit ihren Sorgen und Nöten zu begleiten. Es gibt jetzt, da ich darüber nachdenke, immer wieder Begegnungen und Ereignisse, die mir einfallen, und die ich nicht missen möchte. Religion bedeutete für mich immer im Gespräch zu bleiben, und in ganz verschiedenen Situationen die richtigen Worte zu finden, Worte des Trostes und des Zuspruchs aber auch inspirierende und herausfordernde, um auf diese Weise Gott und den Menschen zu dienen.

Obwohl ich zunächst skeptisch war, habe ich doch dem Internet eine Chance gegeben, und mich dann auch peu à peu und mit wachsender Begeisterung damit beschäftigt. Das Ergebnis war dann meine erste Webseite, die Ende der 90er Jahre online ging und damals sogar von der Presse besprochen wurde. Denn es war damals doch eher ungewöhnlich, dass sich ein Geistlicher im Internet präsentiert. Im Laufe der Zeit habe ich dann immer wieder etwas Neues ausprobiert, Html gelernt und das ein oder andere Theme getestet. Form und Inhalt sind zwar nicht dasselbe, aber sie bedingen einander. Deshalb habe ich von Anfang Wert gelegt auf eine angemessen und schöne Präsentation meiner Einfälle und Gedanken. Denn was Sie auf meinen Seiten finden werden, sind die Einblicke eines religiösen Menschen, der davon ausgeht, dass wir Teil eines größeren sind, auch wenn wir es nie ganz verstehen werden. Doch genau das macht Religion aus, sie verhilft uns zu Erfahrungen, die über unseren Horizont hinausgehen, und zeigt uns Grenzen auf, wo wir glauben, sie zu überschreiten.

Nachdem ich zwischenzeitlich meinen Webauftritt für einige Zeit aufgegeben hatte, habe ich nun die Corona-Krise zu Anlass genommen, meine Gedanken wieder zu kommunizieren, zumal die direkte Kommunikation von Angesicht zu Angesicht im Moment zugegebenermaßen deutlich erschwert ist. Auch Gottesdienste, Andachten und Feste sind im Moment in unseren Gemeinden tabu. Deshalb ist diese Webseite für mich so etwas wie ein Fenster hinaus in die Welt und zu den Menschen, die ich kenne oder kennenlernen möchte.

Meine Arbeit ist für mich mehr als nur ein Job. Es macht Freude zusammen mit anderen, unseren Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorstehern, den Jugendlichen und Konfirmanden, den Kindern und den älteren Menschen miteinander auf dem Weg zu sein und Glauben und Wissen zu teilen und etwas entstehen zu lassen. Etwas dass uns weiterhilft und unser Vertrauen in Gott und die Welt stärkt.

In der Ausbildung und in meinem Theologiestudium habe ich natürlich viel gelernt, und gewisse Grundeinsichten und Herangehensweisen sind mir bis heute geblieben und begleiten mich seit Jahr und Tag. Etwa die Einsicht, dass der Glaube nichts Unveränderliches und Festes ist, das immer gleichbleibt, sondern im Gegenteil er wächst mit uns, und zeigt immer wieder neue Gesichter. Er verwandelt sich, so wie wir uns selbst auch verändern und älter werden und manchmal auch weiser.

Es gibt aber auch die Dinge, die man nicht an der Universität oder mit Büchern lernen kann, etwa den Umgang mit Menschen in verschiedenen Rollen und Funktionen, die Kraft an den eigenen Vorstellungen festzuhalten , und Träume auch gegen Widerstände selbstbewusst zu verfolgen. Man muss dann auch bereit sein, nicht nur an Gott, sondern auch an sich selbst zu glauben und seinen eigenen Weg gehen und darin beharrlich zu sein und doch Gott die Ehre zu geben. Dem Evangelium zu folgen ist nie ganz einfach, es erschließt sich nicht immer auf Anhieb, warum sich durch Liebe und Güte die Welt verändern und verbessern ließe, aber auch wenn es sich nicht sofort auszahlt, so ist es doch eine Hoffnung, die unser Leben bereichert und segnet.